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Was ist Yoga?

Bevor ich Dir ein bisschen über Yoga und seine Ursprünge berichte, Dir viele unterschiedliche Gründe für das Üben von Yoga nenne und Dir einen sehr kleinen Einblick in die weite Welt der Yogaphilosophie gebe, möchte ich Dir noch ein Zitat ans Herz legen: „Jeder kann Yoga üben, solange er atmet“  Sri Patthabhi Jois

Beim Yoga ist es eben nicht wichtig, wie alt Du bist, welche Statur Dein Körper hat oder wie biegsam er ist.



Yoga beschreibt einen wunderbaren Weg, dessen Ziel ein gesunder Geist in einem gesunden Körper ist. Dieser lebenslange Übungsweg blickt auf eine tausende Jahre alte Generation zurück. Denn Yoga ist eine der ältesten Lehren, die sich mit dem Menschen als Ganzes befasst. Es ist kein Sport, bei dem lediglich die Muskeln in Deinem Körper trainiert werden, sondern ein ganzheitliches System, bei dem es darum geht, Deinen Körper, Deinen Geist, Deine Seele und Deinen Atem in Einklang zu bringen. Und Yoga ist auch keine Religion, sondern eine innere Haltung, durch die sowohl Dein Bewusstsein geschärft als auch Deine Achtsamkeit gefördert wird.


Die Wurzeln des Yoga

Ursprünglich stammt Yoga aus Indien. Seine Wurzeln sind deshalb vor allem im Hinduismus, in Teilen des Buddhismus und den philosophischen Systemen Indiens zu finden. In seiner mindestens über 3.500 Jahre andauernden Geschichte hat sich Yoga ständig weiterentwickelt und auch zum Teil gewandelt. In dieser Zeit wurde viel Wissen über den menschlichen Körper sowie die Funktionsweise des Geistes gesammelt, welches zunächst mündlich und später schriftlich überliefert wurde. Der erste umfassende Yogatext entstand im fünften nachchristlichen Jahrhundert. Der Überlieferung nach verfasste damals der Gelehrte Pantanjali, der als Urheber und Begründer des Yoga-Systems gilt, die Yoga-Sutren (Leitfäden) des Raja Yogas. Dieser spirituell ausgerichtete Yogaweg gehört neben dem Kharma Yoga, Bhakti Yoga und Jnana Yoga zu den vier klassischen Yoga Wegen.

Sundari Yoga am Mondsee: Susanne Riehs

„Gesundheit ist Reichtum. Geistiger Frieden ist Glück. Yoga zeigt den Weg." Swami Vishnu-Devananda

Der moderne Yoga

Im Laufe der Zeit haben sich weitere Yoga Wege entwickelt, wie zum Beispiel der Hatha Yoga. Die einzelnen Wege sind nicht völlig voneinander getrennt, sondern überschneiden sich zum Teil. Der heutige Yoga unterscheidet sich zu dem ursprünglichen im Wesentlichen dadurch, dass er lange Zeit nur von Männern und gänzlich ohne Körperübungen praktiziert wurde. Später kamen dann die Körperübungen dazu, die heute wohl den bekanntesten Bestandteil des Yogas bilden. Dann öffneten die Yogaschulen nach und nach ihre Pforten auch für Frauen. Obwohl sich die Methoden und Ansichten mit der Zeit geändert haben, der Sinn des Yoga ist immer gleich geblieben: Der Mensch soll mithilfe von Yoga lernen, ein glückliches Leben frei von physischen und psychischen Leiden führen zu können.



Deine Gründe Yoga zu machen

Es gibt viele gute Gründe, regelmäßig Yoga zu üben. Und ich bin mir sicher, dass Du beim Lesen der folgenden Abschnitte über die Wirkungen von Yoga einige für Dich passende Gründe findest. Yoga hat viele positive Wirkungen auf Deine physische und psychische Gesundheit. Dadurch steigert es Deine Lebensqualität. Außerdem macht Yoga Spaß und es kann Dich sehr glücklich machen.



Positive Wirkungen auf Deinen Körper

Dein Körper wir von den positiven Wirkungen des Yoga profitieren. Deine Muskeln werden trainiert, wodurch Dein Körper kräftiger, ausdauernder und flexibler wird. Dadurch wird Dein Gleichgewicht sowie Deine Koordination verbessert. Insbesondere Deine Rückenmuskulatur wird gestärkt, sodass Yoga auch für eine verbesserte Körperhaltung sorgt. Im Gegenzug löst Yoga auch Muskelverspannungen und hilft deshalb bei chronischen Kopf- und Rückenschmerzen, die von solchen Verspannungen herrühren.

Zudem wird Dein Stoffwechsel durch Yoga angeregt und Dein Körper entschlackt. Auch Dein Kreislauf und Deine Herztätigkeit werden positiv beeinflusst, da die Durchblutung gefördert wird. Durch die sanfte Massage Deiner Bauchorgane durch verschiedene Yogaübungen, wird auch Deine Verdauung reguliert. Dank gezielter Atemübungen nimmt Deine Lungeneffizienz zu und Deine Atemwege werden gereinigt. Das beugt Erkältungskrankheiten vor und kann sich lindernd auf Asthma und Heuschnupfen auswirken.

Sundari Yoga am Mondsee: Susanne Riehs


Positive Wirkungen auf Deine Psyche

Gleichzeitig wird Yoga auch für Deine Psyche Gewinn bringend sein. Denn Yoga ist pure Entspannung und Erholung von allen Dingen dieser Welt. Durch die verbesserte Durchblutung wird zudem die Blutzufuhr Deines Gehirns verbessert. Das verhilft Dir zu geistiger Klarheit und einer besseren Konzentrationsfähigkeit. Gleichzeitig wird Dein Nervensystem gestärkt, Stresshormone werden abgebaut und Glückshormone ausgeschüttet. Deshalb hat Yoga auch eine beruhigende, ausgleichende und harmonisierende Wirkung. Es hilft Dir zu innerer Ruhe und Kraft zu finden. Deine geistigen und emotionalen Anspannungen können mithilfe von Yoga gelöst werden.

Durch eine regelmäßige Yogapraxis können deshalb unter anderem Schlafstörungen und nervöse Beschwerden, wie zum Beispiel Angststörungen und Depressionen, gelindert werden. Zudem stärkt Yoga Dein Durchhaltevermögen, Deine Willenskraft sowie Deinen Mut und Dein Selbstvertrauen. Mit der Zeit wirst Du gelassener und geduldiger. Du verbesserst Deine Fähigkeiten Dich mehr hingeben, aber auch loslassen zu können. Du kannst mit Yoga zu Deiner inneren Mitte finden sowie ein Gefühl der Ganzheit, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit erreichen. Nicht zu verachten ist: Geht es Dir gut, spüren das auch Deine Lieben um Dich herum und profitieren ebenfalls.



Yogaphilosophie

Die Yogaphilosophie ist ein sehr spannendes, aber auch sehr weites und komplexes Feld, weshalb sie hier auf so begrenztem Raum nicht einmal annähernd erklärt werden kann. Da sie für mich aber untrennbar zum Yoga gehört, möchte ich nicht darauf verzichten, Dir hier zumindest zwei kleine Puzzlestücke aus einem riesengroßen Puzzle mit unzählig vielen Teilen an die Hand zu geben.



Erstes Puzzlestück: Wer bin ich?

In der Yogaphilosophie geht es unter anderem um das Erkennen des eigenen innersten Wesens. Für das Erkennen benötigst Du einen klaren Geist, der nicht von Deinen Gedanken abgelenkt wird. Sehr schön deutlich macht dies der Vergleich des Geistes mit einem See, der wegen meines Bezuges zum Mondsee einfach so gut hierher passt. Unser Geist ist wie ein See. Die Gedanken sind wie Wellen auf der Oberfläche des Sees. Wenn die Gedanken unruhig sind, ist die Oberfläche des Sees voller Wellen und man sieht nicht auf den Grund. Wenn die Gedanken aber zur Ruhe kommen, wird die Oberfläche des Sees so glatt, dass man unter die Oberfläche oder vielleicht sogar bis zum Grund (in sein innerstes Wesen) sehen kann. Auf dem Weg zu einem klaren Geist hilft Dir insbesondere die Meditation.

Sundari Yoga am Mondsee: Susanne Riehs

Yoga ist, wenn die Bewegungen des Geistes zur Ruhe kommen. (Yoga Sutra 1.2.)



Zweites Puzzlestück: Was ist meine wahre Natur?

Auf meiner Seite findest Du die Weisheitsgeschichte „Der Vedantische Löwe“. Diese Geschichte stammt aus der Advaita Vedanta Philosophie (Vedanta bedeutet „Ende des Wissens" im Sinne von „die höchste, letzte Antwort") und versinnbildlicht deren Kernaussage sehr gut. In der Vedanta Philosophie Indiens gibt es mehrere Richtungen. Die heute wohl bedeutendste Richtung ist die Advaita Vedanta, in der es vor allem um das „richtige“ Erkennen von Brahman geht. Brahman ist die allumfassende göttliche Seele und wird auch beschrieben als SAT - CHID - ANANDA (das absolute Sein - das absolute Bewusstsein - die absolute Wonne). Die Advaita Vedanta Philosophie geht davon aus, dass eine Identität des individuellen Selbst (Atman) mit dem göttlichen Selbst (Brahman) besteht. Wir Menschen sind in dem Irrglauben gefangen, begrenzte, sterbliche und schwache Wesen zu sein. Finden wir aber vom Nichterkennen zum Erkennen, sehen wir die Dinge plötzlich in einem völlig anderen Licht. Und wir können unsere wahre Natur und unser eigentliches Wesen erkennen. Es ist unendlich, göttlich, voll Kraft, Liebe, Freude und Frieden und damit ebenso SAT - CHID - ANANDA.



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